ISBN 978-3-941146-10-5
Kinder und Jugendliche können heute mit hoch entwickelten Hörhilfen trotz Hörschädigung gut hören lernen. Das vorliegende Buch zeigt den aktuellen Kenntnisstand auf dem Gebiet der Hörtechnik auf und stellt audiologische Zusammenhänge allgemein verständlich dar. Es richtet sich an Pädagogen aller Fachrichtungen, Pädakustiker, Frühförderer, Sprachtherapeuten und Eltern, die im Alltag mit dem Einsatz und Umgang technischer Hörhilfen betraut sind. Ebenso ist es zum Einsatz in der Lehre für Studierende der Sonderpädagogik gedacht und dementsprechend didaktisch aufgebaut.
Themen sind alle technischen Hörhilfen, welche im Rahmen von Unterricht oder individueller Förderung eingesetzt werden, wie digitale Hörgeräte, Cochlea-Implantat (CI) und Zusatztechnik in Form von FM-Anlagen. Zusätzlich behandelt es die Anwendung der Hörtechnik in der täglichen Praxis und das Sicherstellen günstiger Rahmenbedingungen für gutes Hören.
In dieser Kombination ist das vorliegende Buch einzigartig. Es verwirklicht ein Grundanliegen der Pädagogischen Audiologie: nämlich »das, was die Technik bereitstellt« für den pädagogischen Auftrag nutzbar zu machen. Für alle, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen zu tun haben, stellt es eine unverzichtbare Wissens- und Handlungsgrundlage dar.
Zur Autorin:
Barbara Bogner M.A., Sonderpädagogin, Studium der Sprachbehindertenpädagogik, Psychologie und Musikpädagogik an der Universität München. Magister Artium und Staatsexamen 1990. Von 1992 – 2002 Lehrerin und Sprachtherapeutin am Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte in Nürnberg. Seit 2002 Hochschullehrerin (Akademische Oberrätin) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Fach Hörgeschädigtenpädagogik.
1979 wurde von Armin Löwe unter Mitarbeit von Peter Billich die Handreichung »Hörhilfen für hörgeschädigte Kinder« veröffentlicht, die sich als Informationsschrift für »Eltern, Erzieher, Gehörlosen- und Schwerhörigenlehrer, Hörgeräte-Akustiker, Logopäden, Pädoaudiologen und Sozialarbeiter« verstand und den damaligen Wissensstand zu Hörgeräten und Höranlagen zusammenfasste. Das Cochlea-Implantat (CI) lag zu dieser Zeit noch in weiter Ferne. Seitdem hat die technologische Entwicklung bezogen auf die zur Verfügung stehende Hörtechnik erhebliche Fortschritte verzeichnet. Dies betrifft neben einem grundlegenden Wandel im Bereich der Signalverarbeitung und -übertragung völlig veränderte Bedienelemente, eine Vielzahl von Zusatzfunktionen und damit andere Wege der Auswahl, Anpassung und Evaluation der hörtechnischen Versorgung. Angesichts dieser gravierenden Veränderungen im Fachgebiet der Audiologie und damit auch der technischen Hörhilfen, soll mit der nun vorgelegten Arbeit aufgezeigt werden, was der momentane Kenntnisstand in diesen Gebieten ist und welche Anforderungen daraus für die Anwender resultieren.
»Es ist das Hauptanliegen der Pädagogischen Audiologie, alle für die Erziehung und Bildung hörgeschädigter Kinder wichtigen physiologischen, psychologischen, physikalischen, phonetischen und technischen Erkenntnisse der Audiologie zusammenzufassen und für ihren pädagogischen Auftrag nutzbar zu machen« (Löwe 1994, 13). Die folgenden Kapitel richten sich daher primär an all diejenigen, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen in pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern oder im privaten Kreis zu tun haben und mit dem Einsatz und Umgang technischer Hörhilfen konfrontiert sind. Sie ist auch als Auffrischung für Hörgeschädigtenpädagogen gedacht, deren eigene Technik-Ausbildung bereits länger zurück liegt, sowie für Studierende der Hörgeschädigtenpädagogik, die sich die Inhalte der Pädagogischen Audiologie erstmals aneignen. Weitere Zielgruppen ergeben sich dadurch, dass hörgeschädigte Kinder und Jugendliche zunehmend in Regeleinrichtungen gefördert und beschult werden, wo häufig gerade der Umgang mit technischen Fragestellungen auf Wissenslücken stößt. Einsatz und Umgang mit der Technik können dann schnell zum Problem oder auch zum Nichteinsatz technischer Hilfen führen.
Es werden Lösungswege bei technischen Problemen aufgezeigt, die zu Hause oder im Rahmen von Frühförderung, Kindergarten und Schule möglich sind, sowie weitere Anlaufstellen genannt. Dies entspricht einem Grundanliegen der Pädagogischen Audiologie, nämlich an der Schnittstelle zwischen der Technik und der Pädagogik tätig zu werden. Damit das, was die Technik bereitstellt, optimal genutzt wird, sind fundiertes Wissen über moderne Hörtechnik, aber auch die Bereitschaft, dieses immer wieder zu aktualisieren, grundlegende Voraussetzungen.
Es geht auch darum, zu verstehen, dass es heute nicht mehr ausreicht, Schall irgendwie zu verstärken und an das Kinderohr zu leiten, sondern dass dies bestmöglich geschehen sollte, um der individuellen Hörschädigung Rechnung zu tragen und optimale Bedingungen für das natürliche Hörenlernen und Hörenkönnen zu schaffen. Pädagogische Audiologie hat die Aufgabe, sicher zu stellen, dass mit der bestehenden hörtechnischen Versorgung funktionales Hören zu gutem Hören wird und so gleichberechtigter, barrierefreier Zugang zu lautsprachlicher Kommunikation gelingt.
Die vorgelegte Arbeit stellt die überarbeitete Fassung von 10 Einzelfolgen zu verschiedenen Aspekten der Hörtechnik dar, die im Rahmen der Technikserie in der Zeitschrift Hörgeschädigtenpädagogik von der Autorin im Zeitraum 2007 bis 2009 publiziert wurden. An dieser Stelle sei den Mitgliedern des Arbeitskreises Süd Pädagogische Audiologie gedankt, die durch ihr praktisches Erfahrungswissen wesentlich dazu beigetragen haben, dass viele der für die pädagogische Praxis bedeutsamen Aspekte erfasst und real existierende Probleme beim Umgang mit der Technik nicht verschwiegen werden.
Das Buch ist auch zum Einsatz in der Lehre gedacht. Zu Beginn eines jeden Kapitels sind die wesentlichen Lernziele formuliert. Kurze Zusammenfassungen am Ende heben die entscheidenden Aspekte nochmals hervor. Außerdem haben die Leser die Möglichkeit, ihren Wissenszuwachs anhand von Evaluationsfragen zu jedem Kapitel selbst zu überprüfen. In einem Glossar am Ende des Buches werden relevante Fachbegriffe erklärt. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei konkreten Personen und Personengruppen die männliche Form der Berufsbezeichnung verwendet, weibliche Personen sind selbstverständlich eingeschlossen.
Kapitel 1 gibt einen Überblick über verschiedene Hörgerätebauformen. Ausführlich dargestellt werden HdO-Geräte und Knochenleitungshörgeräte, da sie in pädagogischen Kontexten vorwiegend anzutreffen sind. Im-Ohr-Geräte und Sonderbauformen (Hörbrillen) spielen bei Kindern so gut wie keine Rolle. Implantierbare Hörsysteme haben unlängst die Zulassung auch für den Kinderbereich erhalten, sodass sie möglicherweise in naher Zukunft in bestimmten Fällen auch in der Schule anzutreffen sind.
Grundlegende Informationen zur Hörgerätetechnologie werden in Kapitel 2 gegeben. Die Einführung digital programmierbarer Hörgeräte führte Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu einer steigenden Zahl einstellbarer Parameter und damit zu einer erhöhten Flexibilität der Hörgeräte. Durch Hörgeräte mit digitaler Signalverarbeitung wurden Mitte der 90er Jahre die Möglichkeiten noch einmal erheblich erweitert. Heutige Geräte nutzen ausschließlich die digitale Signalverarbeitung und stellen eine Reihe von Zusatzfunktionen zur Verbesserung des Hörkomforts zur Verfügung. Gleichzeitig bieten computergestützte Anpassstrategien und Fortschritte der Messtechnik die Möglichkeit, erheblich komplexere Berechnungen in den Anpassprozess einfließen zu lassen und dies abzubilden.
Der international anerkannte Audiologe Richard Seewald hat einmal gesagt, »Kinder sind keine kleinen Erwachsenen«. Dies bedeutet, dass viele Faktoren, die für die Hörgeräteversorgung bei Erwachsenen bedeutsam sind, sich nicht ohne Weiteres auf Kinder übertragen lassen. Kapitel 3 befasst sich daher mit kinderspezifischen Besonderheiten beim Prozess der Hörgeräteversorgung, Anpassung und Evaluation.
Angesichts der immensen Bedeutung der Otoplastik v. a. im Bereich der Kinderversorgung wird in Kapitel 4 ein Überblick über Funktion und verschiedene Formen der Otoplastik gegeben. Es wird aufgezeigt, welche akustischen Eigenschaften damit einhergehen und wo auch heute noch möglicherweise die Grenzen bestimmter Möglichkeiten liegen. Anschließend werden spezifische Aspekte, die bei der Erstellung von Kinderotoplastiken zu beachten sind, aufgelistet. Abschließend erfolgen einige Hinweise zum Umgang und zur Pflege der Ohrpassstücke.
Cochlea-Implantate haben in den letzten 20 Jahren laufend enorme Weiterentwicklungen erfahren. Verschiedene Faktoren – verbesserte Hardware (Implant Designs) und Software (neue Kodierungsstrategien und Stimulationsmodi) – haben zu vielen positiven Resultaten geführt, aber auch die Bedienung und die Vorgehensweise zur Überprüfung ihrer Wirksamkeit verändert. Kapitel 5 stellt die wesentlichen technischen Aspekte und Funktionen heutiger Systeme dar.
Trotz dieser enormen Weiterentwicklungen stoßen individuelle technische Hörhilfen in komplexen Hörsituationen und über größere Distanz nach wie vor an Grenzen. Hier ist der Einsatz geeigneter Zusatztechnik eine Notwendigkeit, für die es immer wieder Bewusstsein zu schaffen gilt. Kapitel 6 gibt einen Überblick über mögliche Anlagen und wie sie in pädagogischen Kontexten eingesetzt werden können.
Selbst die beste Technik ist nicht davor geschützt, dass sie dauerhaft störungsfrei funktioniert. Sie muss daher regelmäßig hinsichtlich potenzieller Schwachstellen überprüft und gewartet werden. Kapitel 7 zeigt Möglichkeiten der (täglichen) Überprüfung und Fehlersuche bei Hörgeräten, beim CI und bei FM-Anlagen auf.
Die Umgebung, in der ein hörgeschädigtes Kind Sprache aufnehmen soll, ist nicht immer optimal. In Kapitel 8 wird daher aufgezeigt, welche Faktoren das Hören und Verstehen gesprochener Sprache in geschlossenen Räumen behindern bzw. stören, was für hörgeschädigte Schüler erschwerend hinzukommt und wie günstige Bedingungen geschaffen werden können.
Gutes Hören muss für das hörgeschädigte Kind in jeder Situation möglich sein, damit Hörlernprozesse in Gang kommen und Hören gelernt werden kann. Gute Technik, das Wissen über sie und der sichere Umgang mit ihr schaffen deutlich bessere Ausgangsbedingungen für pädagogisches Handeln, als dies vor 30 Jahren der Fall war.
Heidelberg / Nürnberg im Oktober 2009
Barbara Bogner
Sachregister
A
Abdichtung 56-58, 62
Abhören 87-98, 124
Abhörgabel 87-88, 124
Absorption 101, 106, 108, 110, 115
Abtastfrequenz 29
Abtastrate 29
Akku 64, 67-69, 75, 91-96
Algorithmen / Algorithmus 29-30, 44, 47, 50, 115, 117
Analog-Digital-Wandler 29
Anpassprozess 8, 52, 68, 71
Anpassung 6, 8, 20, 38-45, 47-52, 68, 79-80, 116-118, 120, 123
Anpressdruck 19-20, 22
Ansteckmikrofon 77, 81, 92-93
Arbeitsstättenverordnung 102
Audioeingang 11-12, 17, 21, 43-44, 53, 68, 76, 78, 115
Audiogramm 33, 115
Audiologie 6, 115
Audiometer 46, 48, 115
Audiometrie 42, 46, 48, 52, 115-116, 121, 124
Ablenk- 52
objektive 42, 121
Sprach- 124
subjektive 42, 124
Verhaltensbeobachtungs- 52
Audioprozessor 64, 66-72, 76, 78, 83, 91-93, 98, 110, 115
Audioschuh 44, 78, 96
Aufblähkurve 22, 52
Aufladung, elektrostatische 91
Ausgangspegel 31, 69
Ausgangsschalldruck, maximal zulässiger 49, 51, 120, 123
Ausgleichsbohrung 33
Automatikgerät 15
B
Baha 19-23
Basilarmembran 63
Batterie 11, 13, 18-19, 31, 53, 64, 67-70, 75, 85, 87-96, 98
Batteriefach 14-15, 44, 69, 70, 78, 85, 87-88, 92
Batterieprüfung 87, 93
Bauformen 7, 11, 13, 26
Bedienelemente 6, 11, 15, 21, 37, 72, 118
Begrenzung 12, 16, 27, 30, 32, 115, 120
Behindertengleichstellungsgesetz 99
Belüftung 43, 55-56, 62
Belüftungsbohrung 57, 87
BERA 42, 48, 115-116, 121
BICROS 24, 26, 116
bilateral 18, 20, 26, 39, 63, 68, 70, 116
bimodal 63, 71-72, 116
binaural 24, 27, 38-39, 48, 70, 116
Blasebalg 85, 87-88
Blinklicht 91
C
Click-BERA 42
Cochlea-Implantat (CI) 6, 8, 9, 25-26, 60, 63-66, 68, 70-73, 75-76,
78-80, 82-84, 91-93, 95-96, 98, 103-104,
109-110, 115-119, 124
Cochlear-Implant-Zentrum 83, 91
CROS 24, 116
D
Dämpfungselement 33, 115
Datalogging 31, 38, 40, 116
Dezibel 117
Diffusschall 104
DIN 18041 103
Direktschall 102, 104, 108
Display 66, 91-92, 94, 96
Distanz 9, 73-74, 81-82, 100, 108
DSL 47-48, 50-51, 116
Dynamik 12, 27, 30-32, 49, 51, 90
Dynamikbereich 30-31, 50-51, 68, 97, 103, 117, 121-122
Dynamikverhalten 12
E
Eigenrauschen 30, 90
Eigenrauschpegel 89
Eigenschaften
adaptive 31
akustische 8, 11, 13, 16, 33, 75, 121-122
Eingangsdynamikbereich 79
Eingangsempfindlichkeit 69
Eingangspegel 31, 117, 120
Eingangssignal 28-31, 35-36, 55, 86, 120-121
Einsteckhörer 46, 48, 124
Elektrode 65-69, 71-72, 115, 119, 124
Elektrodenstrang 65
Elektrodenträger 64-65, 71
Elektrosmog 94
Elternfragebögen 69
Empfänger 19, 21, 23, 25, 65, 76-80, 93-94, 96, 108, 115, 118-119
Empfängerspule 65
Energieversorgung 11, 13, 67-68, 90, 92, 96, 98
Entwicklungsalter 42
F
Feature 27
Feedback-Kontrolle 37
Fehlersuche 9, 83, 93
Feinanpassung 38, 45, 47-48, 51, 69, 117-118
Fernbedienung 37, 40
FM-Anlage 9, 12, 17, 21, 23, 67-68, 73, 75-80, 82, 94-96, 98, 109-110, 115
FM-Empfänger 19, 21, 23, 78-80, 115, 119
FM-Sender 77, 81, 94, 96, 119
FM-Systeme 44, 73, 77, 81, 104
Formantentracking 34
Fragebogen 52, 54
Frequenz 17, 23-24, 32, 34, 37-39, 48, 64, 76-77, 82, 90, 94, 96, 106, 110,
115, 117-118, 122
Frequenzband 13, 33, 36, 77, 118, 120
Frequenzbereich 35-36, 38, 42, 58, 69, 77, 95, 97, 117, 120
Frequenzgang 30, 32-33, 118-119
Frequenzmodulation 75, 82, 118
Frequenzplan 76
Frequenzsynchronisation 76
Frequenzverschiebung 31, 38, 44, 118
Frühförderung 6, 41, 83, 97
Funkverbindung 94-96
G
Gehörgangsgerät 16-17
Gehörgangsresonanz 46, 48, 118, 123
Gehörgangsvolumen 17, 46, 48, 118, 119
Gehörknöchelchenkette 25-26, 63, 122
Geräuschpegel 101
Grundverstärkung 17, 37, 58
H
Haarzellen 63-64, 71, 116
Habilitation 63, 69, 71
Halligkeit 75, 105, 121
Handsender 77, 81, 108
Headset 77, 81, 108
Hertz (Hz) 117-118
Höranlage 6, 15, 80, 83-84, 118
Höranstrengung 27, 75, 81
Hörbahn 22, 45-46, 71
Hörbahnreifung 22, 42, 46
Hörbahnreizung 45
Hören
binaurales 70, 116
induktiv siehe Induktion
räumliches 24, 38, 116
Hörer 11-12, 14, 16, 23-25, 36, 58, 95, 115, 117-118, 120-121, 123
Hörerfahrung 42, 45, 48, 109
Hörgeräte
analoge 28-30, 36, 119
digitale 27-28, 30, 41, 44-45, 47, 50, 53, 55, 73, 82-83, 89, 103, 117, 120
digital programmierbare 8, 28-30
Hinter-dem-Ohr- 7, 12-19, 23, 26, 33, 43, 55, 57-58, 64, 115, 118, 121
Im-Ohr- 7, 13, 16-17, 26, 118
Knochenleitungs- 7, 12-13, 17-23, 26, 119
knochenverankerte- 20-22
Hörgeräteausgang 31, 120, 124
Hörgeräteeingang 31, 120
Hörgeräteeinstellung 42, 52, 84, 97, 118
Hörgeräteparameter 37, 54, 117
Hörgeräteversorgung 8, 39, 41-42, 46, 50, 52-54, 56, 70, 116
Hörgewinn 84
Hörkomfort 8, 12, 27
Hörnerv 18, 22-23, 26, 36, 45, 63-65, 71, 116, 119
Hörprogramm 15, 30, 37, 40, 122
Hörprothese 64, 68, 71, 116
Hörschwelle 18, 36, 42, 44, 46, 48-49, 68, 103, 115-118, 120, 122-123
Hörsituation 9, 15-16, 27, 30, 35, 37, 39-40, 43, 45, 56, 68, 70, 73,
79-80, 99, 102, 110, 124
Hörsysteme
binaurale 116
implantierbare 7, 13, 24-26, 119
Hörumgebung 45
Hörverlust 3-14, 17-18, 24-28, 32-33, 36-38, 41, 43, 46, 48-50, 55, 58-59,
84, 110, 116, 120
I
Implantation 63, 68, 70-71
sequenzielle 68, 70
simultane 70
Implantierbare Hörsysteme 7, 13, 24-26, 119
Induktion 15, 119
Induktionsschleife 12, 15, 119, 122
Induktionsspule 11-12, 119, 124
Infrarotanlage 73
Infrarotlicht 118-119
Innenohr 14, 18-20, 25, 63, 119-120, 123
Innenohrprothese 63
In-situ-Messung 48, 119
Intensitätsverlust 27
Interferenz 76, 94
K
Kabelbruch 22, 92-93, 96
Kanalsynchronisation 119
Kernspinuntersuchung 66-67
Kinderversorgung 8, 12, 14, 25, 41, 44, 47, 61
Klangbild 55
Klangblende 32, 34, 119
Klassenhöranlage 80, 99
Knochenleitung 18, 21, 119-120, 123
Knochenleitungshörer 12, 18-20, 22-23, 119, 124
Kodierungsstrategie 8, 65-66, 119
Kombinierte Hörstörung 18, 120
Kompression 30, 120
Kompressionskniepunkt 44, 53, 120
Kompressionssystem 27, 30-32, 39, 121
Koncha 14, 16, 57, 59, 118
Kontrollleuchte 66, 92
Kontrolluntersuchung 43, 52, 61, 69, 84
Kopfhörer 46, 48, 76, 92-93, 124
Körperschall 57, 123
Kuppler 48, 120, 122
Kupplermessung 46
L
Langzeitsprachspektrum 48, 120
Lärmforschung 100
Lärmpegel 75, 100, 104
Lautheitsempfindung 69
Lautheitswahrnehmung 27, 116
Lautsprecher 14, 17, 25-26, 28, 108, 115, 118, 123-124
Lautstärke 15, 45, 74, 80, 89-92, 105, 117, 122
Lautstärkesteller 15, 39, 44, 53, 89
Lautstärkeunterschied 103, 117
Lautstärkewippe 15-16, 89, 122
LED 91-92
Lernumwelt 109
Ling-Test 95, 120
Luftleitung 14, 18, 21, 119-120, 123
Luftleitungsgerät 12, 18, 23-24
M
Magnet 25, 64-66, 92, 119
Map 69, 72
Mastoid 19-20, 25, 65, 120
Mehrfachmikrofon-Technologie 31, 35, 44, 53, 120, 124
Mehrkanalkompression 48
Mehrkanaltechnik 30
Mehrprogrammgerät 28
Messbox 50-51, 54, 121, 123
Mikrofon 11-15, 18-19, 22-26, 28, 35-36, 38-39, 56, 64, 66-67, 69, 71,
75-77, 79-81, 85-86, 90-93, 98, 104, 108, 115-117, 119-122, 124
omnidirektionales 11, 22, 35, 39, 67, 122
Richt- 21-22, 35, 44, 67, 122
Mischungsverhältnis 79-80
Mittelohr 17-18, 20, 25-26, 63, 119-120
Mittelohrerguss 86-87
M-Level 68
Modifikation 13, 30, 33, 115
akustische - 33, 43, 115
Modulation 34, 37
N
Nachhall 34, 73, 75-76, 81, 100, 102, 121
Nachhallzeit 75, 100-101, 103-104, 106, 110, 121-122
Neugeborenen-Hörscreening 41, 121
Notched-Noise BERA 42
Nutzsignal 33-34, 44, 73, 75, 82, 102, 105, 110, 123
O
Ohrabdruck 43, 121
Ohrmuschel 14, 17, 22, 43, 55-56, 58, 84, 121, 123
Ohrpassstück 8, 13-14, 16, 43, 55, 57-58, 60-61, 84-88, 98, 118-119,
121-123
Ohrsimulator 48
Okklusionseffekt 56-57, 62, 122
Otoplastik 8, 11, 13, 16, 33, 43, 47-48, 53, 55-62, 70, 84, 87, 90, 92, 122
Otosklerose 18, 122
P
Pädagogisch-Audiologische Beratungsstelle 85
Pädagogische Audiologie 6, 7, 41, 83
Pädakustiker 41, 83, 85, 87, 89
Passform 43
Pegeländerung 31, 120
Pegelauflösung 29
Pegeldifferenz 38-39, 122
Potentiometer 15, 28-29, 122
Programmfehler 93
Programmierung 29, 50, 66, 68, 79, 94
Programmwahltaste 15-16, 89, 122
Progredienz 44
Psychoakustik 73, 122
Puster 61, 85, 87-88
Q
Quick-Check-Programm 87, 90-92, 94-96, 98
R
Raumakustik 99, 103-105, 110, 122
Raumbegrenzungsfläche 75, 101, 121
Raumreflexion 100
RECD (Real-Ear-to-Coupler-Difference) 48, 122
Recruitment 31
Referenzelektrode 65, 124
Reflexion 102, 108-109, 115, 121, 122
Regelzeit 27
Restdynamikbereich 31, 32, 39, 50-51, 121-122
Resthörvermögen 26, 46, 70
Restvolumen 17, 57, 118, 120
Richtcharakteristik 11, 35-36, 100, 116, 120
Richtungshören 18, 24, 122
Richtwirkung 67
adaptive 35-36
frequenzabhängige 35
Ringleitung 122
Ringschleife 15, 119
Rückkopplung 16-17, 24, 30, 36-37, 43, 45, 53, 56, 58, 85-86, 90, 116,
122-123
Rückkopplungsmanagement 27, 31, 36, 44-45, 53, 57, 59, 86, 123
S
Schalldämmung 106, 123
Schalldämpfung 123
Schalldruckpegel 46, 48, 57, 74, 117-120, 122, 124
Schallkanal 57, 61, 86
Schallschlauch 13-14, 16, 33, 43, 56, 58, 61-62, 84-88, 90, 115, 123
Schallübertragung 13, 19-20, 60, 71, 115
Schallwandler 46
Schallwellen 30, 63-64, 110, 115, 119, 122
Schwellenwert 34, 68
Schwerhörigkeit
geringgradige 46
Innenohr- 18, 31
Schallempfindungs- 27, 123
Schallleitungs- 17, 27, 122-123
Secret-Ear 55
Sender 23, 38, 75-77, 79-81, 93-94, 96, 108, 118
Sendespule 25, 64, 91-93, 98, 119
Sensitivität 79
Sichtbefund 88, 90, 93, 98
Signalprozessor 11-12, 25, 29-30, 44, 117, 119
Signal-Rauschabstand 27, 33-36, 39, 73, 75, 80, 82, 100, 123-124
Signalverarbeitung 6, 11-12, 21, 28-30, 33, 37-38, 66, 123
analoge 17, 115
digitale 8, 17, 27, 29, 40, 117
Sondenmikrofonmessung 46, 48, 119, 123
Sondenschlauch 48
SPLogram 49, 123
Sprachdiskrimination 73, 124
Sprachentwicklung 41, 45-46, 53-54, 70
Sprachprozessor 26, 64, 78-79, 110
Sprachsignalverarbeitung 115
Sprachverständlichkeit 17, 33-34, 36, 39, 45, 73, 75, 100, 102-103, 106,
124
Sprachverständlichkeitsindex 36, 100-101, 124
Stethoclip 87-90, 98, 124
Stimulation 22, 26, 66, 71
Elektrisch-akustische (EAS) 25, 117
Stimulationsmodus 8, 124
Störlärm 34, 36, 45, 74, 110-111
Störquelle 35-36, 120
Störschall 18, 24, 34, 36, 39, 44-45, 73-75, 81-82, 98-102, 105, 110,
123-124
fluktuierender 36, 75
konstanter 36
pulsierender 36
Störschallreduzierung 44
Störschallunterdrückung 27, 31, 45, 73, 115, 124
Stromversorgung 25, 89, 119
Synchronisation 76, 119
T
Teilhabe 99
Telefonspule 12, 15, 43, 92, 119, 124
T-Level 68
Toleranztest 52
Tonübertragung 85
Tragehaken 13, 64, 70, 92
Tragekomfort 11, 16, 19-20, 23, 56-58
Trockenbox 87, 91, 93
Trockensystem 91
Trommelfell 16-17, 26, 46, 48, 50, 55, 57-58, 62-63, 86, 118-120
U
Überprüfung 8-9, 83, 87, 89, 91, 94-96, 98, 115, 120-121
Überstimulation 68
Übertragungsstabilität 85
Ultraschallbad 61
Umgebungsgeräusch 15, 74
Unbehaglichkeitsschwelle 32-33, 48-49, 51-52, 105, 115, 117, 122-124
V
Validierung 41, 52
Verhaltensbeobachtung 52
Verifikation 41, 49
Verlaufskontrolle 52
Versorgung
geschlossene 57, 118
offene 14, 23, 36, 55, 57-58, 62, 121
Verstärker 11-12, 18-23, 25-26, 28, 71, 115, 119
Verstärkung
eingangspegelabhängige 31
frequenzabhängige 27, 33
lineare 31-32, 120
nichtlineare 31-32, 121
Verzerrung 31, 36, 43, 75, 89-90, 97, 104
W
Wackelkontakt 85, 89
Wahrnehmungslücke 75, 102
Wandler 11-12, 20, 29-30, 48, 124
Wechselspannung 11, 28-29, 115, 117, 121
Winkel 13-14, 16, 33, 44, 84-86, 90, 92, 122
Z
Zapfen 57, 60, 62, 87
Zielvorgaben 42
Zusatzbohrung 57, 59, 62, 115, 121
Zusatzfunktionen 6, 8, 12, 41, 45, 53, 73
Zusatztechnik 9, 12, 68, 81-82, 104, 110
Rezension aus Spektrum Hören 2/2010
Umfassender Überblick und praktische Hilfestellung
Es war eine gute Idee von Sonderpädagogin Barbara Bogner, dieses Buch zu schreiben. Bereits in ihrem Vorwort erklärt die Verfasserin, an welche Zielgruppen sie beim Schreiben gedacht hat: »Die folgenden Kapitel richten sich primär an all diejenigen, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen in pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern oder im privaten Kreis zu tun haben.«
Und ja, es stimmt, dieses Buch kann für Personen, die im Bereich Hörgeschädigtenpädagogik oder auch an Regelschulen tätig sind, eine wertvolle Hilfe sein, denn es beantwortet viele Fragen, die sich im Arbeitsalltag immer wieder stellen. Aber auch für Eltern und Betroffene findet sich darin viel Wissenswertes. Auch wenn es kein ausgesprochenes Fachbuch für Pädakustiker ist, habe ich es dennoch mit großem Interesse gelesen.
In der Hörgeräte-Technik hat sich in den vergangenen Jahren vieles sehr positiv verändert: Es wurde viel innovative Technik zum Vorteil der Kinder und Jugendlichen mit Schwerhörigkeit entwickelt. Diese Innovationen hat Bogner in ihrem Buch breit gefächert dargelegt.
Gut gefallen hat mir die klare Struktur des Buches. So wird zum Anfang jedes Kapitels erklärt, worum es in den folgenden Abschnitten gehen wird. Am Ende des Kapitels folgt eine kurze Zusammenfassung – und wer möchte, kann sogar einen kleinen Selbsttest absolvieren.
Zur Sprache kommen:
- Aufbau von Hörgeräten, grundlegende Bauformen
- Hörgeräte-Technologie
- Hörgeräte-Versorgung bei Kindern
- Otoplastik – besondere Anforderungen bei Kindern
- Cochlea-Implantate
- drahtlose Übertragungssysteme
- Überprüfung und Fehlersuche bei technischen Hörhilfen
- Klassenraum-Akustik
Abschließend folgen neben dem Literaturverzeichnis eine Auflistung von Internet-Links sowie ein Glossar mit Definitionen von Fachbegriffen.
Die einzelnen Bereiche sind sorgfältig recherchiert, klar beschrieben und umfassend erklärt. Fragen, die sich im Alltag bei der Versorgung und Betreuung hörgeschädigter Kinder ergeben, werden gut und korrekt beantwortet. Zum Teil gibt es zusätzliche Tipps und Tricks zur Lösung von kleinen Problemen.
Bei manchen Fotos und Diagrammen zur Beschreibung von Technik hätte ich mir etwas mehr Neutralität bezüglich der Auswahl der Firmen gewünscht. – Das gilt auch für die Liste mit weiterführenden Links. Auch finden nicht alle Technologien, die es am Markt gibt, Beachtung. Ebenso wäre sicher ein Farbdruck dieses Buches eine echte Bereicherung gewesen. Denn manche Fotos kommen in Schwarz-Weiß nicht so gut zur Geltung.
Schade ist, dass ein Kapitel fast völlig fehlt: das der Kosten. Bis auf zwei kleine Sätze findet sich nichts zum Bereich Kosten und Finanzierung von Hilfsmitteln. In Zeiten, wo es alle technischen Möglichkeiten gibt, diese jedoch von Kostenträgern gar nicht, nur zum Teil oder sehr zögerlich gezahlt werden, ist es ein Thema, welches den Arbeitsalltag aller Beteiligten ständig berührt und wäre somit sicher wenigstens kurz erwähnenswert gewesen.
Insgesamt kann ich sagen, dass sich die Anschaffung dieses Buches für all diejenigen, die mit dem Bereich »Kinder mit Hörschädigung« zu tun haben, sicherlich lohnt. Ein Dank an die Autorin für die prima Idee und die gute Ausführung dazu.
Susanne Möckel Hörgeräteakustikermeisterin, Pädakustikerin
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