Nach
einem Bericht von »Bloomberg« haben einige Finanzinvestoren, darunter KKR und
BC Partners, Interesse an einer Übernahme der mit rund 3 Mrd. Euro bewerteten
Hörgeräte-Sparte von Siemens. Weiteren Angaben zufolge erörtert Siemens derzeit
mehrere Optionen wie zum Beispiel einen Verkauf oder ein Börsengang. Wohl
informierten Quellen zufolge ist es wahrscheinlich, dass sich Siemens von dem
Hörgeräte-Bereich trennt.
Nach
Angaben der informierten Personen, erwägt Siemens, sich aus dem Geschäft mit
Hörhilfen zurückzuziehen. Der Konzern wolle sich auf die Bereiche
Energietechnik, Transport, Infrastruktur sowie Medizindiagnostik konzentrieren,
hieß es. Der Chef des Siemens-Bereichs Gesundheitstechnik, Hermann Requardt,
hatte Ende September noch erklärt, die Sparte sei ein »sehr solides«
Geschäft und leiste einen starken Beitrag zum Konzernergebnis.
Der
in Erlangen angesiedelte Geschäftsbereich ist nach Angaben von Siemens der
absatzstärkste Akteur in der Hörgeräte- Branche. Konkurrent Sonova Holding AG
aus der Schweiz sieht dagegen sich selbst als Marktführer und in Siemens nur
die Nummer drei hinter der dänischen William Demant Holding A/S.