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Hörgerätesparte von Siemens: Verkaufsgerüchte verdichten sich immer mehr |
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Dienstag, 26. Januar 2010 |
Seit Monaten wird über den Verkauf der Hörgerätesparte von Siemens spekuliert (siehe auch »Hörakustik« 1/2010). Nun scheinen sich die Gerüchte weiter zu verdichten. Nach Angaben des »Handelsblatt« seien von Siemens fünf Finanz- und zwei strategische Investoren in den engeren Bieterkreis für den möglichen Verkauf seines Hörgeräte-Geschäfts aufgenommen worden. Zu den Finanzinvestoren gehören Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR), Permira, Bain Capital, Cinven sowie Hellmann & Friedman (H & F), berichtet das Wirtschaftsblatt weiter. Die strategischen Investoren soll nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters Firmen aus der Branche sein. Wie der Finanzdienstleister »Dow Jones Newswires mit Berufung auf informierte Kreise berichtet, sollen die strategischen Bieter der australische Hörsystem-Hersteller Cochlear Ltd. sein sowie das schweizerische Medizintechnik-Unternehmen Synthes Inc.
Cochlear biete den Angaben zufolge gemeinsam mit den Finanzinvestoren
KKR und H&F für die Siemens Audiologische Technik GmbH (SAT). Aus
kartellrechtlichen Gründen ist die Übernahme durch einen dieser
strategischen Bieter wahrscheinlicher als durch einen Wettbewerber.
Bisher kommentiert Cochlear und Synthes die Spekulationen nicht.
Siemens' Finanzchef Joe Kaeser ließ jedoch verlauten, dass noch keine
Entscheidung über die Zukunft des hochprofitablen Hörgeräte-Geschäfts
getroffen sei, berichtet der Finanzdienstleister »Equity Analyst
Limited« auf seiner Internetseite aktien-meldungen.de. Eingehende
Angebote würden geprüft. Es sei »aber vorschnell davon zu sprechen,
dass wir uns von der Sparte trennen wollen«, so Kaeser. »Dow Jones
Newswires« berichtet mit Berufung auf informierte Kreise, dass
Interessenten in der zweiten Bieterrunde ihre Gebote für die
Hörgeräte-Sparte bis zum 22. Februar abgeben müssen. Gewerkschaft und
Betriebsrat fordern den Verbleib der Sparte bei Siemens. Laut IG Metall
arbeiten am Standort Erlangen 580 Mitarbeiter der SAT, unter denen
aufgrund der unklaren Informationslage große Verunsicherung herrsche.
Weltweit sind rund 4000 Menschen für die SAT tätig.
abo
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