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Montag, 24. Juli 2017

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E-Book: Wege zu Empowerment und Ressourcenorientierung...

E-Book: Wege zu Empowerment und Ressourcenorientierung...

in der Zusammenarbeit mit hörgeschädigten Menschen

Herausgegeben von: Manfred Hintermair / Cornelia Tsirigotis
2008, 264 Seiten






Bestell-Nr.: 59280
Preis (Stück): EUR 26,00 (inkl. 19 % MwSt.)
Versandkosten ...

 

ISBN: 978-3-941146-48-8

Autoren:
Mireille Audeoud, Doris Aumüller, Silke Beer, Saskia Bohl, Monika Ebert, Anja Gutjahr, Norbert Heinen, Manfred Hintermair, Ursula Horsch, Karen Jahn, Eszter Jókay, Wolfgang Lamers, Peter Lienhard, Sandra Meiser, Gerda Nerb, Nicole Reuß, Trudi Schalkhaußer, Cornelia Tsirigotis, Evelyn Ueding, Katharina Wagner, Wolfgang Wirth

Beschreibung


Klappentext:


Empowerment - darunter verstehen wir Konzeptionen und Arbeitsansätze in der psychosozialen Praxis, die Menschen zur Entdeckung der eigenen Stärken ermutigen und sie bei der Aneignung von Selbstbestimmung und Lebensautonomie begleiten. Ressourcenorientierung steht dabei als zentrales handlungsleitendes Prinzip von Empowerment.

Die Autorinnen und Autoren dieses Buch beschreiben, auf welch vielfältige Weise es in der Arbeit mit hörgeschädigten Menschen möglich ist, diese bei der Entfaltung ihrer Ressourcen und persönlichen Stärken zu unterstützen. Insgesamt 18 facettenreiche Beiträge aus Schule, Beratung und Therapie zeigen sehr unterschiedliche Möglichkeiten, wie die konzeptionellen Orientierungen von Empowerment und Ressourcenorientierung in die Praxis umgesetzt werden können.

Mit diesem Buch werden kreative Impulse gesetzt, die „Wege zu Empowerment“ noch vielfältiger und gangbarer zu machen.

„Die Empowermentperspektive enthält die Chance, die Zusammenarbeit von hörgeschädigten Menschen und professionellen Pädagogen und Therapeuten auf eine ganze neue Grundlage zu bringen, die eigentlich selbstverständlich sein sollte: Eine Begegnung »auf gleicher Augenhöhe«!“

Heiner Keupp im Geleitwort

Ausgabe 81 (2009)
Unter "Empowerment" wird in der psychosozialen Praxis die aktive Förderung der (Wieder-)Entdeckung und Stärkung der eigenen Fähigkeiten verstanden. Es geht also nicht nur um die Einbeziehung ,Betroffener' in die pädagogische und therapeutische Arbeit, sondern darüber hinaus um die Abgabe äußerer Fürsorge mit dem Ziel der höchstmöglichen Selbstbestimmung. Das Buch von Manfred Hintermair und Cornelia Tsirigotis hebt darauf ab, die Zusammenarbeit mit hörgeschädigten Menschen im Rahmen von Empowerment und Ressourcenorientierung auf mehreren Ebenen zu realisieren, ... Lesen hier die Rezension

 

 

Vorwort


"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" - Neue Wege brauchen neue Landkarten
Das Motto von Herman Hesse, das diesem Vorwort vorangestellt ist, trifft in präziser Weise die Situation, in der sich eine Hörgeschädigtenpädagogik auf neuen Wegen befindet: Hesse spricht in seinem Gedicht "Stufen" 1 vom Zauber, der allem Neuen, das man wagt und anfängt, innewohnt. Er beschreibt dabei weiter, dass nur derjenige, der bereit ist zu Aufbruch und zu neuen Reisen, es auch schafft, sich neu zu entdecken und eben nicht zu erschlaffen im Altgewohnten. Auch der abschließende Satz in seinem Gedicht passt treffend auf die Umbruchsituation, in der sich die Hörgeschädigtenpädagogik (wie alle anderen Behindertenpädagogiken auch) befindet - und er macht Mut: Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde! ......
"Wissenschaft und Praxis als gute Wegbegleiter auf neuen Wegen" - so könnte der Beweggrund für die Idee und gemeinsame Herausgabe dieses Buches überschrieben werden. Schließlich entsprang die Zusammenarbeit von uns als Herausgebern der Begegnung auf einer Wegkreuzung zwischen Forschung und praktischen Alltagsfragen im Ressourcen- und Empowermentland, einem in der uns vielfach als störungs- und defizitorientiert erscheinenden Hörgeschädigtenpädagogik noch teilweise unerschlossenen Gebiet. Wir beginnen hier mit der Landkartenerstellung im Gebiet von Pädagogik und professioneller psychosozialer Praxis. Unser zukünftiges weitergehendes Augenmerk soll den Stimmen und vielfältigen Wegen von Betroffenen gelten.
Als guter Kompass und Orientierungshilfe in der Landschaft erweist sich eine Definition von Empowerment von Albert Lenz, die sich so oder ähnlich in zahlreichen Beiträgen des Buches wiederfindet: "Professionelles Empowerment zielt auf die Förderung und Erweiterung der Selbstgestaltungskräfte der Menschen ab. Es beinhaltet eine Abkehr vom einseitigen Blick auf die Defizite und die Hilfsbedürftigkeit der Menschen sowie eine konsequente Hinwendung zu ihren kompetenten und aktiv gestalterischen Seiten" (Keupp et al. 2002, S. 96)2.
In diesem Sinne haben wir uns auf den Weg gemacht und dabei neben der Unterstützung durch die vielen Autorinnen und Autoren dieses Buches auch dieses Mal wieder im Median-Verlag und hier insbesondere durch Christina Osterwald und Björn Kerzmann einen sicheren Rückhalt und unterstützende Begleitung aus dem Hintergrund gefunden.
Was erwartet die Leserinnen und Leser nun auf den nächsten Seiten? Dazu kurz noch einige Hinweise.
In ihrem einführenden Beitrag skizzieren Manfred Hintermair und Cornelia Tsirigotis, welche Leitmotive sich hinter den Leitbegriffen dieses Buches "Empowerment und Ressourcenorientierung" verbergen. Es gilt, die Folie eines innovativen und zukunftsträchtigen Verständnisses von Entwicklung, Entwicklungsförderung, Lebensführung und Professionalität auszubreiten und vorzubereiten, damit darauf mit den nachfolgenden Beiträgen Wege in einer veränderten Landkarte in der"Bildungs-, Erziehungs- und Beratungslandschaft mit hörgeschädigten Menschen" aufgezeichnet und sichtbar werden können.
Wir haben die bereits als gangbar erwiesenen Wegbeschreibungen, die wir für die Gestaltung dieser Landkarte zugeliefert bekommen haben, gesichtet und dabei drei größere Wegmarkierungen gesetzt:
Eine erste thematische Region mit insgesamt acht Beiträgen bewegt sich im Themenbereich "Psychosoziale Gesundheit und was dazu erforderlich ist". Neben einem Überblicksbeitrag von Manfred Hintermair und grundsätzlichen Überlegungen zu ressourcenorientierter professioneller Haltung von Cornelia Tsirigotis werden sehr vielfältige Möglichkeiten der psychosozialen Stärkung durch vorschulische, schulische und außerschulische Beratung und Begleitung (vgl. die Beiträge von Silke Beer, Gerda Nerb und Doris Aumüller) sowie durch Psychotherapie (vgl. die Beiträge von Eszter Jókay, Karen Jahn und Wolfgang Wirth) aufgezeigt.
Der zweite Themenblock widmet sich mit insgesamt sieben Beiträgen der Ressourcensuche im Bereich der Schule und ihrem Umfeld. Einleitend hierzu liefert Ursula Horsch mit ihrem Beitrag einen bildungstheoretischen Überbau einer dialogischen und an Stärken ausgerichteten Hörgeschädigtenpädagogik. Die weiteren Beiträge befassen sich mit ressourcenorientierten Aspekten im Lernraum "Schule" (Unterrichtsgestaltung, Identitätsförderung, Filmarbeit) sowie im "schulnahen" Handlungsfeld einer heilpädagogischen Tagesstätte (vgl. die Beiträge von Sandra Meiser, Katharina Wagner, Saskia Bohl und Nicole Reuß, Wolfgang Lamers und Norbert Heinen, Evelyn Ueding sowie Monika Ebert und Trudi Schalkhaußer). Das Motto für diesen Themenblock "Goldgräber und Schatzsucher" passt ausgezeichnet zu dem, was hier angeboten wird: Die Beiträge zeigen in zum Teil erfrischender Weise auf, welche kreativen Möglichkeiten sich im Lebensraum Schule auftun, um mit hörgeschädigten Kindern Entwicklungsprozesse gemeinsam in gegenseitiger Achtung und mit Respekt konstruktiv und entwicklungsförderlich zu gestalten Vor allem wird deutlich, dass sich Empowerment und Ressourcenorientierung jenseits methodischer Fragen der Hörgeschädigtenpädagogik und jenseits des Grades der Behinderung in vielfältige und unterschiedliche Richtungen entfalten können und sich somit als übergreifende Leitkonzepte bewähren.
Der dritte Themenblock ist umfänglich deutlich kürzer geraten (und somit für zukünftige Projekte in jeder Hinsicht erweiterungs- und ausbaufähig). Er befasst sich in zwei Beiträgen mit Empowerment und Ressourcenorientierung im Jugendalter bzw. frühen Erwachsenenalter (vgl. die Beiträge von Anja Gutjahr sowie Mireille Audeoud und Peter Lienhard). Sie zeigen auf, wie vor allem unter identitätspsychologischen Aspekten hörgeschädigte Menschen mit dem Übergang in das Jugend- und Erwachsenenalter mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, die die Lebensgestaltung außerhalb von Familie und Schule betreffen und von den Betroffenen vielfältige Kompetenzen erfordern, die zum Teil neu kreiert werden müssen, zum Teil aber wesentlich auch davon bestimmt sind, was in den Jahren zuvor an Fundamenten gelegt wurde.
Wir denken, dass mit den hier vorgelegten Beiträgen vielfältige und kreative Schritte gezeigt werden, die neuen Leitmotive Empowerment und Ressourcenorientierung umfassend in die Handlungsfelder mit hörgeschädigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu integrieren. Damit ist mehr als ein Anfang gemacht, der zeigt, dass sich in der Hörgeschädigtenpädagogik sowie den ihr verwandten Arbeitsgebieten neue Gebiete und Denkrichtungen erschließen.
Wir hoffen, dass die Leserinnen und Leser die reichen Facetten, die sich in den Beiträgen dieses Buches auftun, genauso genießen können, wie wir das getan haben (und tun)!

Heidelberg/Aachen, im April 2008

Inhaltsverzeichnis


Geleitwort
Heiner Keupp

»Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne« – neue Wege brauchen neue Landkarten
Manfred Hintermair und Cornelia Tsirigotis

Leitmotive Empowerment, Ressourcenorientierung und Partizipation
Manfred Hintermair und Cornelia Tsirigotis

 

I.   Für’s Leben stark – Ressourcenorientierung in Beratung und Psychotherapie


Identitätsarbeit, psychische Gesundheit und Hörschädigung – Ressourcenorientierung als Hintergrundfolie für entwicklungsförderliche Prozesse bei hörgeschädigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Manfred Hintermair

Empowerment und Ressourcenorientierung unter erschwerten Bedingungen? – Welche professionelle Haltung braucht ressourcenorientierte Alltagspraxis in  Frühförderung und Schule?
Cornelia Tsirigotis
 
Frühförderung hörgeschädigter Kinder: Video-Home-Training (VHT) als eine Möglichkeit ressourcenorientierten Arbeitens
Silke Beer
 
Ressourcenorientiertes Arbeiten in der Psychotherapie mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen
Eszter Jókay

Namen – Vorbilder – Namensbilder
Erfahrungsbericht über ressourcenorientierte Arbeit mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen im Kontext von Kinder- und Jugendpsychiatrie
Karen Jahn

Gestalttherapie als ressourcenfokussiertes Verfahren für Hörgeschädigte: Support – die Basis für Entwicklung
Wolfgang Wirth

Beratung von Fachkräften im Kontext der Arbeit mit mehrfachbehinderten hörgeschädigten Kindern
Gerda Nerb
 
Ich sehe, was du sagst – verstehen will ich auch
Eine Schule für Hörgeschädigte mit erhöhtem Migrantenanteil aus dem Blickwinkel von Schulsozialarbeit
Doris Aumüller

 
II.   Goldgräber und Schatzsucher: Ressourcen in und um Schule

Bildung macht Kinder stark! – Dialogische Pädagogik als Ressourcenaktivierung und -förderung
Ursula Horsch

»Den Schätzen auf der Spur« – Ressourcenorientierte Förderung hörgeschädigter Kinder in der Primarstufe
Sandra Meiser

»So höre ich« – Hörgeschädigte Kinder als Experten für ihre Hörbehinderung. Ein ressourcenförderndes Projekt zur Identitätsarbeit von hörgeschädigten Kindern und ihren Eltern
Katharina Wagner

»Weil Wochenplanarbeit macht schlau« – Ressourcenorientiertes Arbeiten in der Hörgeschädigtenschule
Saskia Bohl und Nicole Reuß

Gestaltung von Bildungsangeboten bei mehrfachbehinderten Kindern aus ressourcenorientierter Perspektive
Wolfgang Lamers und Norbert Heinen
 
Filmarbeiten an Schulen für Hörgeschädigte
Evelyn Ueding

Auf dem Weg zur ressourcenorientierten Arbeit in einer Heilpädagogischen Tagesstätte für hör- und sprachgeschädigte Kinder und Jugendliche
Monika Ebert und Trudi Schalkhaußer

 

III.    (Fast) Erwachsen – Ressourcen auf dem Weg ins Erwachsenenalter
 
»Emotionale Tankstellen« – Jugendarbeit von und für Hörgeschädigte
Anja Gutjahr

»Aufwändig, aber gelingend!« – Alltagsstrategien Hörgeschädigter
Mireille Audeoud und Peter Lienhard

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Leseprobe

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