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Mittwoch, 26. April 2017

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E-Book: Hörtechnik für Kinder mit Hörschädigung

E-Book: Hörtechnik für Kinder mit Hörschädigung

Ein Beitrag zur Pädagogischen Audiologie.
von Barbara Bogner

2010, 136 Seiten






Bestell-Nr.: 59251
Preis (Stück): EUR 32,00 (inkl. 19 % MwSt.)
Versandkosten ...

 

ISBN 978-3-941146-42-6

 

Beschreibung

 

Kinder und Jugendliche können heute mit hoch entwickelten Hörhilfen trotz Hörschädigung gut hören lernen. Das vorliegende Buch zeigt den aktuellen Kenntnisstand auf dem Gebiet der Hörtechnik auf und stellt audiologische Zusammenhänge allgemein verständlich dar. Es richtet sich an Pädagogen aller Fachrichtungen, Pädakustiker, Frühförderer, Sprachtherapeuten und Eltern, die im Alltag mit dem Einsatz und Umgang technischer Hörhilfen betraut sind. Ebenso ist es zum Einsatz in der Lehre für Studierende der Sonderpädagogik gedacht und dementsprechend didaktisch aufgebaut.
Themen sind alle technischen Hörhilfen, welche im Rahmen von Unterricht oder individueller Förderung eingesetzt werden, wie digitale Hörgeräte, Cochlea-Implantat (CI) und Zusatztechnik in Form von FM-Anlagen. Zusätzlich behandelt es die Anwendung der Hörtechnik in der täglichen Praxis und das Sicherstellen günstiger Rahmenbedingungen für gutes Hören.
In dieser Kombination ist das vorliegende Buch einzigartig. Es verwirklicht ein Grundanliegen der Pädagogischen Audiologie: nämlich »das, was die Technik bereitstellt« für den pädagogischen Auftrag nutzbar zu machen. Für alle, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen zu tun haben, stellt es eine unverzichtbare Wissens- und Handlungsgrundlage dar.



Zur Autorin:

Barbara Bogner M.A., Sonderpädagogin, Studium der Sprachbehindertenpädagogik, Psychologie und Musikpädagogik an der Universität München. Magister Artium und Staatsexamen 1990. Von 1992 – 2002 Lehrerin und Sprachtherapeutin am Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte in Nürnberg. Seit 2002 Hochschullehrerin (Akademische Oberrätin) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Fach Hörgeschädigtenpädagogik.

 

‚Ein MUSS für jeden, dem eine gute Versorgung bei hörgeschädigten Kindern am Herzen liegt und sich fachlich weiterbilden möchte.‘
Sprachrohr Ausgabe 4/2013

 

Vorwort

 

1979 wurde von Armin Löwe unter Mitarbeit von Peter Billich die Handreichung »Hörhilfen für hörgeschädigte Kinder« veröffentlicht, die sich als Informationsschrift für »Eltern, Erzieher, Gehörlosen- und Schwerhörigenlehrer, Hörgeräte-Akustiker, Logopäden, Pädoaudiologen und Sozialarbeiter« verstand und den damaligen Wissensstand zu Hörgeräten und Höranlagen zusammenfasste. Das Cochlea-Implantat (CI) lag zu dieser Zeit noch in weiter Ferne. Seitdem hat die technologische Entwicklung bezogen auf die zur Verfügung stehende Hörtechnik erhebliche Fortschritte verzeichnet. Dies betrifft neben einem grundlegenden Wandel im Bereich der Signalverarbeitung und -übertragung völlig veränderte Bedienelemente, eine Vielzahl von Zusatzfunktionen und damit andere Wege der Auswahl, Anpassung und Evaluation der hörtechnischen Versorgung. Angesichts dieser gravierenden Veränderungen im Fachgebiet der Audiologie und damit auch der technischen Hörhilfen, soll mit der nun vorgelegten Arbeit aufgezeigt werden, was der momentane Kenntnisstand in diesen Gebieten ist und welche Anforderungen daraus für die Anwender resultieren.
»Es ist das Hauptanliegen der Pädagogischen Audiologie, alle für die Erziehung und Bildung hörgeschädigter Kinder wichtigen physiologischen, psychologischen, physikalischen, phonetischen und technischen Erkenntnisse der Audiologie zusammenzufassen und für ihren pädagogischen Auftrag nutzbar zu machen« (Löwe 1994, 13). Die folgenden Kapitel richten sich daher primär an all diejenigen, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen in pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern oder im privaten Kreis zu tun haben und mit dem Einsatz und Umgang technischer Hörhilfen konfrontiert sind. Sie ist auch als Auffrischung für Hörgeschädigtenpädagogen gedacht, deren eigene Technik-Ausbildung bereits länger zurück liegt, sowie für Studierende der Hörgeschädigtenpädagogik, die sich die Inhalte der Pädagogischen Audiologie erstmals aneignen. Weitere Zielgruppen ergeben sich dadurch, dass hörgeschädigte Kinder und Jugendliche zunehmend in Regeleinrichtungen gefördert und beschult werden, wo häufig gerade der Umgang mit technischen Fragestellungen auf Wissenslücken stößt. Einsatz und Umgang mit der Technik können dann schnell zum Problem oder auch zum Nichteinsatz technischer Hilfen führen.
Es werden Lösungswege bei technischen Problemen aufgezeigt, die zu Hause oder im Rahmen von Frühförderung, Kindergarten und Schule möglich sind, sowie weitere Anlaufstellen genannt. Dies entspricht einem Grundanliegen der Pädagogischen Audiologie, nämlich an der Schnittstelle zwischen der Technik und der Pädagogik tätig zu werden. Damit das, was die Technik bereitstellt, optimal genutzt wird, sind fundiertes Wissen über moderne Hörtechnik, aber auch die Bereitschaft, dieses immer wieder zu aktualisieren, grundlegende Voraussetzungen.
Es geht auch darum, zu verstehen, dass es heute nicht mehr ausreicht, Schall irgendwie zu verstärken und an das Kinderohr zu leiten, sondern dass dies bestmöglich geschehen sollte, um der individuellen Hörschädigung Rechnung zu tragen und optimale Bedingungen für das natürliche Hörenlernen und Hörenkönnen zu schaffen. Pädagogische Audiologie hat die Aufgabe, sicher zu stellen, dass mit der bestehenden hörtechnischen Versorgung funktionales Hören zu gutem Hören wird und so gleichberechtigter, barrierefreier Zugang zu lautsprachlicher Kommunikation gelingt.
Die vorgelegte Arbeit stellt die überarbeitete Fassung von 10 Einzelfolgen zu verschiedenen Aspekten der Hörtechnik dar, die im Rahmen der Technikserie in der Zeitschrift Hörgeschädigtenpädagogik von der Autorin im Zeitraum 2007 bis 2009 publiziert wurden. An dieser Stelle sei den Mitgliedern des Arbeitskreises Süd Pädagogische Audiologie gedankt, die durch ihr praktisches Erfahrungswissen wesentlich dazu beigetragen haben, dass viele der für die pädagogische Praxis bedeutsamen Aspekte erfasst und real existierende Probleme beim Umgang mit der Technik nicht verschwiegen werden.
Das Buch ist auch zum Einsatz in der Lehre gedacht. Zu Beginn eines jeden Kapitels sind die wesentlichen Lernziele formuliert. Kurze Zusammenfassungen am Ende heben die entscheidenden Aspekte nochmals hervor. Außerdem haben die Leser die Möglichkeit, ihren Wissenszuwachs anhand von Evaluationsfragen zu jedem Kapitel selbst zu überprüfen. In einem Glossar am Ende des Buches werden relevante Fachbegriffe erklärt. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei konkreten Personen und Personengruppen die männliche Form der Berufsbezeichnung verwendet, weibliche Personen sind selbstverständlich eingeschlossen.
Kapitel 1 gibt einen Überblick über verschiedene Hörgerätebauformen. Ausführlich dargestellt werden HdO-Geräte und Knochenleitungshörgeräte, da sie in pädagogischen Kontexten vorwiegend anzutreffen sind. Im-Ohr-Geräte und Sonderbauformen (Hörbrillen) spielen bei Kindern so gut wie keine Rolle. Implantierbare Hörsysteme haben unlängst die Zulassung auch für den Kinderbereich erhalten, sodass sie möglicherweise in naher Zukunft in bestimmten Fällen auch in der Schule anzutreffen sind.
Grundlegende Informationen zur Hörgerätetechnologie werden in Kapitel 2 gegeben. Die Einführung digital programmierbarer Hörgeräte führte Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu einer steigenden Zahl einstellbarer Parameter und damit zu einer erhöhten Flexibilität der Hörgeräte. Durch Hörgeräte mit digitaler Signalverarbeitung wurden Mitte der 90er Jahre die Möglichkeiten noch einmal erheblich erweitert. Heutige Geräte nutzen ausschließlich die digitale Signalverarbeitung und stellen eine Reihe von Zusatzfunktionen zur Verbesserung des Hörkomforts zur Verfügung. Gleichzeitig bieten computergestützte Anpassstrategien und Fortschritte der Messtechnik die Möglichkeit, erheblich komplexere Berechnungen in den Anpassprozess einfließen zu lassen und dies abzubilden.
Der international anerkannte Audiologe Richard Seewald hat einmal gesagt, »Kinder sind keine kleinen Erwachsenen«. Dies bedeutet, dass viele Faktoren, die für die Hörgeräteversorgung bei Erwachsenen bedeutsam sind, sich nicht ohne Weiteres auf Kinder übertragen lassen. Kapitel 3 befasst sich daher mit kinderspezifischen Besonderheiten beim Prozess der Hörgeräteversorgung, Anpassung und Evaluation.
Angesichts der immensen Bedeutung der Otoplastik v. a. im Bereich der Kinderversorgung wird in Kapitel 4 ein Überblick über Funktion und verschiedene Formen der Otoplastik gegeben. Es wird aufgezeigt, welche akustischen Eigenschaften damit einhergehen und wo auch heute noch möglicherweise die Grenzen bestimmter Möglichkeiten liegen. Anschließend werden spezifische Aspekte, die bei der Erstellung von Kinderotoplastiken zu beachten sind, aufgelistet. Abschließend erfolgen einige Hinweise zum Umgang und zur Pflege der Ohrpassstücke.
Cochlea-Implantate haben in den letzten 20 Jahren laufend enorme Weiterentwicklungen erfahren. Verschiedene Faktoren – verbesserte Hardware (Implant Designs) und Software (neue Kodierungsstrategien und Stimulationsmodi) – haben zu vielen positiven Resultaten geführt, aber auch die Bedienung und die Vorgehensweise zur Überprüfung ihrer Wirksamkeit verändert. Kapitel 5 stellt die wesentlichen technischen Aspekte und Funktionen heutiger Systeme dar.
Trotz dieser enormen Weiterentwicklungen stoßen individuelle technische Hörhilfen in komplexen Hörsituationen und über größere Distanz nach wie vor an Grenzen. Hier ist der Einsatz geeigneter Zusatztechnik eine Notwendigkeit, für die es immer wieder Bewusstsein zu schaffen gilt. Kapitel 6 gibt einen Überblick über mögliche Anlagen und wie sie in pädagogischen Kontexten eingesetzt werden können.
Selbst die beste Technik ist nicht davor geschützt, dass sie dauerhaft störungsfrei funktioniert. Sie muss daher regelmäßig hinsichtlich potenzieller Schwachstellen überprüft und gewartet werden. Kapitel 7 zeigt Möglichkeiten der (täglichen) Überprüfung und Fehlersuche bei Hörgeräten, beim CI und bei FM-Anlagen auf.
Die Umgebung, in der ein hörgeschädigtes Kind Sprache aufnehmen soll, ist nicht immer optimal. In Kapitel 8 wird daher aufgezeigt, welche Faktoren das Hören und Verstehen gesprochener Sprache in geschlossenen Räumen behindern bzw. stören, was für hörgeschädigte Schüler erschwerend hinzukommt und wie günstige Bedingungen geschaffen werden können.
Gutes Hören muss für das hörgeschädigte Kind in jeder Situation möglich sein, damit Hörlernprozesse in Gang kommen und Hören gelernt werden kann. Gute Technik, das Wissen über sie und der sichere Umgang mit ihr schaffen deutlich bessere Ausgangsbedingungen für pädagogisches Handeln, als dies vor 30 Jahren der Fall war.

Heidelberg / Nürnberg im Oktober 2009
Barbara Bogner

Stichwortverzeichnis

 

Sachregister


A
Abdichtung   56-58, 62
Abhören   87-98, 124
Abhörgabel   87-88, 124
Absorption   101, 106, 108, 110, 115
Abtastfrequenz   29
Abtastrate   29
Akku   64, 67-69, 75, 91-96
Algorithmen / Algorithmus   29-30, 44, 47, 50, 115, 117
Analog-Digital-Wandler   29
Anpassprozess   8, 52, 68, 71
Anpassung   6, 8, 20, 38-45, 47-52, 68, 79-80, 116-118, 120, 123
Anpressdruck   19-20, 22
Ansteckmikrofon   77, 81, 92-93
Arbeitsstättenverordnung   102
Audioeingang   11-12, 17, 21, 43-44, 53, 68, 76, 78, 115
Audiogramm   33, 115
Audiologie   6, 115
Audiometer   46, 48, 115
Audiometrie   42, 46, 48, 52, 115-116, 121, 124
    Ablenk-   52
    objektive   42, 121
    Sprach-   124
    subjektive   42, 124
    Verhaltensbeobachtungs-   52
Audioprozessor   64, 66-72, 76, 78, 83, 91-93, 98, 110, 115
Audioschuh   44, 78, 96
Aufblähkurve   22, 52
Aufladung, elektrostatische   91
Ausgangspegel   31, 69
Ausgangsschalldruck, maximal zulässiger   49, 51, 120, 123
Ausgleichsbohrung   33
Automatikgerät   15

B
Baha   19-23
Basilarmembran   63
Batterie   11, 13, 18-19, 31, 53, 64, 67-70, 75, 85, 87-96, 98
Batteriefach   14-15, 44, 69, 70, 78, 85, 87-88, 92
Batterieprüfung   87, 93
Bauformen   7, 11, 13, 26
Bedienelemente   6, 11, 15, 21, 37, 72, 118
Begrenzung   12, 16, 27, 30, 32, 115, 120
Behindertengleichstellungsgesetz   99
Belüftung   43, 55-56, 62
Belüftungsbohrung   57, 87
BERA   42, 48, 115-116, 121
BICROS   24, 26, 116
bilateral   18, 20, 26, 39, 63, 68, 70, 116
bimodal   63, 71-72, 116
binaural   24, 27, 38-39, 48, 70, 116
Blasebalg   85, 87-88
Blinklicht   91

C
Click-BERA   42
Cochlea-Implantat (CI)    6, 8, 9, 25-26, 60, 63-66, 68, 70-73, 75-76,
        78-80, 82-84, 91-93, 95-96, 98, 103-104,
        109-110, 115-119, 124
Cochlear-Implant-Zentrum   83, 91
CROS   24, 116

D
Dämpfungselement   33, 115
Datalogging   31, 38, 40, 116
Dezibel   117
Diffusschall   104
DIN 18041   103
Direktschall   102, 104, 108
Display   66, 91-92, 94, 96
Distanz   9, 73-74, 81-82, 100, 108
DSL   47-48, 50-51, 116
Dynamik   12, 27, 30-32, 49, 51, 90
Dynamikbereich   30-31, 50-51, 68, 97, 103, 117, 121-122
Dynamikverhalten   12

E
Eigenrauschen   30, 90
Eigenrauschpegel   89
Eigenschaften
    adaptive   31
    akustische   8, 11, 13, 16, 33, 75, 121-122
Eingangsdynamikbereich   79
Eingangsempfindlichkeit   69
Eingangspegel   31, 117, 120
Eingangssignal   28-31, 35-36, 55, 86, 120-121
Einsteckhörer   46, 48, 124
Elektrode   65-69, 71-72, 115, 119, 124
Elektrodenstrang   65
Elektrodenträger   64-65, 71
Elektrosmog   94
Elternfragebögen   69
Empfänger   19, 21, 23, 25, 65, 76-80, 93-94, 96, 108, 115, 118-119
Empfängerspule   65
Energieversorgung   11, 13, 67-68, 90, 92, 96, 98
Entwicklungsalter   42

F
Feature   27
Feedback-Kontrolle   37
Fehlersuche   9, 83, 93
Feinanpassung   38, 45, 47-48, 51, 69, 117-118
Fernbedienung   37, 40
FM-Anlage   9, 12, 17, 21, 23, 67-68, 73, 75-80, 82, 94-96, 98, 109-110, 115
FM-Empfänger   19, 21, 23, 78-80, 115, 119
FM-Sender   77, 81, 94, 96, 119
FM-Systeme   44, 73, 77, 81, 104
Formantentracking   34
Fragebogen 52, 54
Frequenz    17, 23-24, 32, 34, 37-39, 48, 64, 76-77, 82, 90, 94, 96, 106, 110,
    115, 117-118, 122
Frequenzband   13, 33, 36, 77, 118, 120
Frequenzbereich   35-36, 38, 42, 58, 69, 77, 95, 97, 117, 120
Frequenzgang   30, 32-33, 118-119
Frequenzmodulation   75, 82, 118
Frequenzplan   76
Frequenzsynchronisation   76
Frequenzverschiebung   31, 38, 44, 118
Frühförderung   6, 41, 83, 97
Funkverbindung   94-96

G
Gehörgangsgerät   16-17
Gehörgangsresonanz   46, 48, 118, 123
Gehörgangsvolumen   17, 46, 48, 118, 119
Gehörknöchelchenkette   25-26, 63, 122
Geräuschpegel   101
Grundverstärkung   17, 37, 58

H
Haarzellen   63-64, 71, 116
Habilitation   63, 69, 71
Halligkeit   75, 105, 121
Handsender   77, 81, 108
Headset   77, 81, 108
Hertz (Hz)   117-118
Höranlage   6, 15, 80, 83-84, 118
Höranstrengung   27, 75, 81
Hörbahn   22, 45-46, 71
Hörbahnreifung   22, 42, 46
Hörbahnreizung   45
Hören
    binaurales   70, 116
    induktiv siehe Induktion
    räumliches   24, 38, 116
Hörer   11-12, 14, 16, 23-25, 36, 58, 95, 115, 117-118, 120-121, 123
Hörerfahrung   42, 45, 48, 109
Hörgeräte
    analoge   28-30, 36, 119
    digitale   27-28, 30, 41, 44-45, 47, 50, 53, 55, 73, 82-83, 89, 103, 117, 120
    digital programmierbare   8, 28-30
    Hinter-dem-Ohr-   7, 12-19, 23, 26, 33, 43, 55, 57-58, 64, 115, 118, 121
    Im-Ohr-   7, 13, 16-17, 26, 118
    Knochenleitungs-   7, 12-13, 17-23, 26, 119
    knochenverankerte-   20-22
Hörgeräteausgang   31, 120, 124
Hörgeräteeingang   31, 120
Hörgeräteeinstellung   42, 52, 84, 97, 118
Hörgeräteparameter   37, 54, 117
Hörgeräteversorgung   8, 39, 41-42, 46, 50, 52-54, 56, 70, 116
Hörgewinn   84
Hörkomfort   8, 12, 27
Hörnerv   18, 22-23, 26, 36, 45, 63-65, 71, 116, 119
Hörprogramm   15, 30, 37, 40, 122
Hörprothese   64, 68, 71, 116
Hörschwelle   18, 36, 42, 44, 46, 48-49, 68, 103, 115-118, 120, 122-123
Hörsituation    9, 15-16, 27, 30, 35, 37, 39-40, 43, 45, 56, 68, 70, 73,
    79-80, 99, 102, 110, 124
Hörsysteme
    binaurale   116
    implantierbare   7, 13, 24-26, 119
Hörumgebung   45
Hörverlust    3-14, 17-18, 24-28, 32-33, 36-38, 41, 43, 46, 48-50, 55, 58-59,
    84, 110, 116, 120

I
Implantation   63, 68, 70-71
    sequenzielle   68, 70
    simultane   70
Implantierbare Hörsysteme   7, 13, 24-26, 119
Induktion   15, 119
Induktionsschleife   12, 15, 119, 122
Induktionsspule   11-12, 119, 124
Infrarotanlage   73
Infrarotlicht   118-119
Innenohr   14, 18-20, 25, 63, 119-120, 123
Innenohrprothese   63
In-situ-Messung   48, 119
Intensitätsverlust   27
Interferenz   76, 94

K
Kabelbruch   22, 92-93, 96
Kanalsynchronisation   119
Kernspinuntersuchung   66-67
Kinderversorgung   8, 12, 14, 25, 41, 44, 47, 61
Klangbild   55
Klangblende   32, 34, 119
Klassenhöranlage   80, 99
Knochenleitung   18, 21, 119-120, 123
Knochenleitungshörer   12, 18-20, 22-23, 119, 124
Kodierungsstrategie   8, 65-66, 119
Kombinierte Hörstörung   18, 120
Kompression   30, 120
Kompressionskniepunkt   44, 53, 120
Kompressionssystem   27, 30-32, 39, 121
Koncha   14, 16, 57, 59, 118
Kontrollleuchte   66, 92
Kontrolluntersuchung   43, 52, 61, 69, 84
Kopfhörer   46, 48, 76, 92-93, 124
Körperschall   57, 123
Kuppler   48, 120, 122
Kupplermessung   46

L
Langzeitsprachspektrum   48, 120
Lärmforschung   100
Lärmpegel   75, 100, 104
Lautheitsempfindung   69
Lautheitswahrnehmung   27, 116
Lautsprecher   14, 17, 25-26, 28, 108, 115, 118, 123-124
Lautstärke   15, 45, 74, 80, 89-92, 105, 117, 122
Lautstärkesteller   15, 39, 44, 53, 89
Lautstärkeunterschied   103, 117
Lautstärkewippe   15-16, 89, 122
LED   91-92
Lernumwelt   109
Ling-Test   95, 120
Luftleitung   14, 18, 21, 119-120, 123
Luftleitungsgerät   12, 18, 23-24

M
Magnet   25, 64-66, 92, 119
Map   69, 72
Mastoid   19-20, 25, 65, 120
Mehrfachmikrofon-Technologie   31, 35, 44, 53, 120, 124
Mehrkanalkompression   48
Mehrkanaltechnik   30
Mehrprogrammgerät   28
Messbox   50-51, 54, 121, 123
Mikrofon    11-15, 18-19, 22-26, 28, 35-36, 38-39, 56, 64, 66-67, 69, 71,
    75-77, 79-81, 85-86, 90-93, 98, 104, 108, 115-117, 119-122, 124
    omnidirektionales   11, 22, 35, 39, 67, 122
    Richt-   21-22, 35, 44, 67, 122
Mischungsverhältnis   79-80
Mittelohr   17-18, 20, 25-26, 63, 119-120
Mittelohrerguss   86-87
M-Level   68
Modifikation   13, 30, 33, 115
    akustische -   33, 43, 115
Modulation   34, 37

N
Nachhall   34, 73, 75-76, 81, 100, 102, 121
Nachhallzeit   75, 100-101, 103-104, 106, 110, 121-122
Neugeborenen-Hörscreening   41, 121
Notched-Noise BERA   42
Nutzsignal   33-34, 44, 73, 75, 82, 102, 105, 110, 123

O
Ohrabdruck   43, 121
Ohrmuschel   14, 17, 22, 43, 55-56, 58, 84, 121, 123
Ohrpassstück    8, 13-14, 16, 43, 55, 57-58, 60-61, 84-88, 98, 118-119,
    121-123
Ohrsimulator   48
Okklusionseffekt   56-57, 62, 122
Otoplastik   8, 11, 13, 16, 33, 43, 47-48, 53, 55-62, 70, 84, 87, 90, 92, 122
Otosklerose   18, 122

P
Pädagogisch-Audiologische Beratungsstelle   85
Pädagogische Audiologie   6, 7, 41, 83
Pädakustiker   41, 83, 85, 87, 89
Passform   43
Pegeländerung   31, 120
Pegelauflösung   29
Pegeldifferenz   38-39, 122
Potentiometer   15, 28-29, 122
Programmfehler   93
Programmierung   29, 50, 66, 68, 79, 94
Programmwahltaste   15-16, 89, 122
Progredienz   44
Psychoakustik   73, 122
Puster   61, 85, 87-88

Q
Quick-Check-Programm   87, 90-92, 94-96, 98

R
Raumakustik   99, 103-105, 110, 122
Raumbegrenzungsfläche   75, 101, 121
Raumreflexion   100
RECD (Real-Ear-to-Coupler-Difference)   48, 122
Recruitment   31
Referenzelektrode   65, 124
Reflexion   102, 108-109, 115, 121, 122
Regelzeit   27
Restdynamikbereich   31, 32, 39, 50-51, 121-122
Resthörvermögen   26, 46, 70
Restvolumen   17, 57, 118, 120
Richtcharakteristik   11, 35-36, 100, 116, 120
Richtungshören   18, 24, 122
Richtwirkung   67
    adaptive   35-36
    frequenzabhängige   35
Ringleitung   122
Ringschleife   15, 119
Rückkopplung    16-17, 24, 30, 36-37, 43, 45, 53, 56, 58, 85-86, 90, 116,
    122-123
Rückkopplungsmanagement   27, 31, 36, 44-45, 53, 57, 59, 86, 123


S
Schalldämmung   106, 123
Schalldämpfung   123
Schalldruckpegel   46, 48, 57, 74, 117-120, 122, 124
Schallkanal   57, 61, 86
Schallschlauch   13-14, 16, 33, 43, 56, 58, 61-62, 84-88, 90, 115, 123
Schallübertragung   13, 19-20, 60, 71, 115
Schallwandler   46
Schallwellen   30, 63-64, 110, 115, 119, 122
Schwellenwert   34, 68
Schwerhörigkeit
    geringgradige   46
    Innenohr-   18, 31
    Schallempfindungs-   27, 123
    Schallleitungs-   17, 27, 122-123
Secret-Ear   55
Sender   23, 38, 75-77, 79-81, 93-94, 96, 108, 118
Sendespule   25, 64, 91-93, 98, 119
Sensitivität   79
Sichtbefund   88, 90, 93, 98
Signalprozessor   11-12, 25, 29-30, 44, 117, 119
Signal-Rauschabstand   27, 33-36, 39, 73, 75, 80, 82, 100, 123-124
Signalverarbeitung   6, 11-12, 21, 28-30, 33, 37-38, 66, 123
    analoge   17, 115
    digitale   8, 17, 27, 29, 40, 117
Sondenmikrofonmessung   46, 48, 119, 123
Sondenschlauch   48
SPLogram   49, 123
Sprachdiskrimination   73, 124
Sprachentwicklung   41, 45-46, 53-54, 70
Sprachprozessor   26, 64, 78-79, 110
Sprachsignalverarbeitung   115
Sprachverständlichkeit    17, 33-34, 36, 39, 45, 73, 75, 100, 102-103, 106,
    124
Sprachverständlichkeitsindex   36, 100-101, 124
Stethoclip   87-90, 98, 124
Stimulation   22, 26, 66, 71
    Elektrisch-akustische (EAS)   25, 117
Stimulationsmodus   8, 124
Störlärm   34, 36, 45, 74, 110-111
Störquelle   35-36, 120
Störschall    18, 24, 34, 36, 39, 44-45, 73-75, 81-82, 98-102, 105, 110,
    123-124
    fluktuierender   36, 75
    konstanter   36
    pulsierender   36
Störschallreduzierung   44
Störschallunterdrückung   27, 31, 45, 73, 115, 124
Stromversorgung   25, 89, 119
Synchronisation   76, 119

T
Teilhabe   99
Telefonspule   12, 15, 43, 92, 119, 124
T-Level   68
Toleranztest   52
Tonübertragung   85
Tragehaken   13, 64, 70, 92
Tragekomfort   11, 16, 19-20, 23, 56-58
Trockenbox   87, 91, 93
Trockensystem   91
Trommelfell   16-17, 26, 46, 48, 50, 55, 57-58, 62-63, 86, 118-120

U
Überprüfung   8-9, 83, 87, 89, 91, 94-96, 98, 115, 120-121
Überstimulation   68
Übertragungsstabilität   85
Ultraschallbad   61
Umgebungsgeräusch   15, 74
Unbehaglichkeitsschwelle   32-33, 48-49, 51-52, 105, 115, 117, 122-124

V
Validierung   41, 52
Verhaltensbeobachtung   52
Verifikation   41, 49
Verlaufskontrolle   52
Versorgung
    geschlossene   57, 118
    offene   14, 23, 36, 55, 57-58, 62, 121
Verstärker   11-12, 18-23, 25-26, 28, 71, 115, 119
Verstärkung
    eingangspegelabhängige   31
    frequenzabhängige   27, 33
    lineare   31-32, 120
    nichtlineare   31-32, 121
Verzerrung   31, 36, 43, 75, 89-90, 97, 104

W
Wackelkontakt   85, 89
Wahrnehmungslücke   75, 102
Wandler   11-12, 20, 29-30, 48, 124
Wechselspannung   11, 28-29, 115, 117, 121
Winkel   13-14, 16, 33, 44, 84-86, 90, 92, 122

Z
Zapfen   57, 60, 62, 87
Zielvorgaben   42
Zusatzbohrung   57, 59, 62, 115, 121
Zusatzfunktionen   6, 8, 12, 41, 45, 53, 73
Zusatztechnik   9, 12, 68, 81-82, 104, 110

Rezension

 

Rezension aus Spektrum Hören 2/2010  

Umfassender Überblick und praktische Hilfestellung

Es war eine gute Idee von Sonderpädagogin Barbara Bogner, dieses Buch zu schreiben. Bereits in ihrem Vorwort erklärt die Verfasserin, an welche Zielgruppen sie beim Schreiben gedacht hat: »Die folgenden Kapitel richten sich primär an all diejenigen, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen in pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern oder im privaten Kreis zu tun haben.«

Und ja, es stimmt, dieses Buch kann für Personen, die im Bereich Hörgeschädigtenpädagogik oder auch an Regelschulen tätig sind, eine wertvolle Hilfe sein, denn es beantwortet viele Fragen, die sich im Arbeitsalltag immer wieder stellen. Aber auch für Eltern und Betroffene findet sich darin viel Wissenswertes. Auch wenn es kein ausgesprochenes Fachbuch für Pädakustiker ist, habe ich es dennoch mit großem Interesse gelesen.

In der Hörgeräte-Technik hat sich in den vergangenen Jahren vieles sehr positiv verändert: Es wurde viel innovative Technik zum Vorteil der Kinder und Jugendlichen mit Schwerhörigkeit entwickelt. Diese Innovationen hat Bogner in ihrem Buch breit gefächert dargelegt.

Gut gefallen hat mir die klare Struktur des Buches. So wird zum Anfang jedes Kapitels erklärt, worum es in den folgenden Abschnitten gehen wird. Am Ende des Kapitels folgt eine kurze Zusammenfassung – und wer möchte, kann sogar einen kleinen Selbsttest absolvieren.

Zur Sprache kommen:
-  Aufbau von Hörgeräten, grundlegende Bauformen
-  Hörgeräte-Technologie
-  Hörgeräte-Versorgung bei Kindern
-  Otoplastik – besondere Anforderungen bei Kindern
-  Cochlea-Implantate
-  drahtlose Übertragungssysteme
-  Überprüfung und Fehlersuche bei technischen Hörhilfen
-  Klassenraum-Akustik

Abschließend folgen neben dem Literaturverzeichnis eine Auflistung von Internet-Links sowie ein Glossar mit Definitionen von Fachbegriffen.

Die einzelnen Bereiche sind sorgfältig recherchiert, klar beschrieben und umfassend erklärt. Fragen, die sich im Alltag bei der Versorgung und Betreuung hörgeschädigter Kinder ergeben, werden gut und korrekt beantwortet. Zum Teil gibt es zusätzliche Tipps und Tricks zur Lösung von kleinen Problemen.
Bei manchen Fotos und Diagrammen zur Beschreibung von Technik hätte ich mir etwas mehr Neutralität bezüglich der Auswahl der Firmen gewünscht. – Das gilt auch für die Liste mit weiterführenden Links. Auch finden nicht alle Technologien, die es am Markt gibt, Beachtung. Ebenso wäre sicher ein Farbdruck dieses Buches eine echte Bereicherung gewesen. Denn manche Fotos kommen in Schwarz-Weiß nicht so gut zur Geltung.

Schade ist, dass ein Kapitel fast völlig fehlt: das der Kosten. Bis auf zwei kleine Sätze findet sich nichts zum Bereich Kosten und Finanzierung von Hilfsmitteln. In Zeiten, wo es alle technischen Möglichkeiten gibt, diese jedoch von Kostenträgern gar nicht, nur zum Teil oder sehr zögerlich gezahlt werden, ist es ein Thema, welches den Arbeitsalltag aller Beteiligten ständig berührt und wäre somit sicher wenigstens kurz erwähnenswert gewesen.

Insgesamt kann ich sagen, dass sich die Anschaffung dieses Buches für all diejenigen, die mit dem Bereich »Kinder mit Hörschädigung« zu tun haben, sicherlich lohnt. Ein Dank an die Autorin für die prima Idee und die gute Ausführung dazu.

Susanne Möckel Hörgeräteakustikermeisterin, Pädakustikerin

 

Rezension aus Sprache Stimme Gehör 

In diesem Buch wird der aktuelle Kenntnisstand im Bereich technischer Hörhilfen für Kinder mit Hörschädigung thematisiert und es werden die audiologischen Zusammenhänge dargestellt. Die Autorin ist Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Leiterin der Abteilung Pädagogik und Didaktik in den Förderschwerpunkten Hören – Sehen – Sprache. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die berufliche Rehabilitation Hörgeschädigter und die pädagogische Audiologie und Hörversorgung.

Das Buch stellt eine überarbeitete Fassung von insgesamt 10 Artikeln zu verschiedenen Aspekten der Hörtechnik dar, die von der Autorin zwischen 2007 und 2009 in der Zeitschrift „Hörpädagogik“ publiziert wurden. Es richtet sich an Pädagogen aller Fachrichtungen, Frühförderer, Sprachtherapeuten, Pädakustiker und an Eltern, die mit dem Einsatz und dem Umgang technischer Hörhilfen konfrontiert sind.

Thematisiert werden neben dem prinzipiellen Aufbau von Hörgeräten, der Hörgerätetechnologie und Cochlea-Implantaten auch die speziellen Anforderungen bei der Hörgeräteversorgung bei Kindern. Weitere Kapitel sind der Überprüfung und der Fehlersuche bei technischen Hörhilfen und der Verbesserung der Akustik von Klassenräumen gewidmet.

Die einzelnen Kapitel beginnen zunächst mit einer Formulierung der entsprechenden Lernziele, die jeweiligen Zusammenhänge werden durch zahlreiche Abbildungen veranschaulicht und ergänzt. Am Ende jedes Kapitels findet sich eine Kurzzusammenfassung mit abschließenden Fragen zur Evaluation; somit erhält das Buch zusätzlich Lehrbuchcharakter.

Die Autorin gibt in diesem Buch einen umfassenden Überblick über die derzeit auf dem Markt vorhanden technischen Hörhilfen. Zudem wird konkrete Hilfestellung bei typischen Problemen im täglichen Umgang mit Hörhilfen gegeben und es werden Möglichkeiten zur Optimierung der Lernumgebung für Kinder mit Hörschädigung aufgezeigt.

Mit diesem Buch ist eine gut strukturierte, klar formulierte und praxisorientierte Darstellung der Thematik gelungen.

Dr. med. Katrin Jahn, Bonn 

 

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